Dendrochronologie – großräumiger Vergleich

Immer öfter berichten Medien aus aller Welt über katastrophale Regenfälle. Die Folgen sind Verwüstungen durch Überschwemmungen. Schneefälle, Winterstürme und Kälte überraschen wiederum die Einwohner von Regionen, wo es seit Jahrzehnten nicht geschneit hat. Offenbar regnet und schneit es in zahlreichen Regionen des Planeten Erde immer mehr. Dieses bestätigt die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet Klima und Umwelt. Konkrete Ergebnisse liefert ein Forschungsteam der Eidg. „Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft“ (WSL) in Zusammenarbeit mit Forschern aus Bonn, Jülich und Potsdam.

Hierfür haben die Forscher einen großräumigen Vergleich durchgeführt. Untersucht haben sie die Niederschlagsmenge während der letzten hundertfünfzig Jahre.

 

Zahlreiche Informationen aus dem Karakorumgebirge

Gesammelt hat das Team zunächst „klimatische Informationen“ von uralten Bäumen im Karakorumgebirge, die Wasser nur vom Regen bekommen. Davon hängen die Menge des aufgenommenen Sauerstoffs und die Menge der Zellulose ab, welche die Jahresringen der Bäume „speichern“. So belegen die Forscher, dass die Niederschlagsmenge während der vergangenen hundertfünfzig Jahre signifikant angestiegen ist. Um diese Daten global einzuordnen, haben die Forscher den Wald in anderen Weltregionen untersucht. Daraufhin haben sie die ermittelten Niederschlags- und die jeweiligen Temperaturkurven verglichen und das Ergebnis verkündet.

Tatsächlich hat die Niederschlagsmenge zugenommen und die globale Klimaerwärmung verursacht. Der Mensch ist nicht der Verursacher, mitverantwortlich ist er trotzdem, da die weltweite Industrialisierung den Klimawandel beschleunigt hat. Dank der Forschungen sollen Konzepte entwickelt werden, durch die sich die Klimakapriolen vorhersagen lassen. So könnte einer Dürre oder einem Jahrhunderthochwasser rechtzeitig entgegengewirkt werden.

 

Forschungen am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung

Die am „Helmholtz Zentrum für Umweltforschung“ (UFZ) wirkenden Wissenschaftler sind ihrerseits auf Isotopenanalysen von Gewässern und Böden spezialisiert. Im Fokus deren Forschung liegen Folgen und Ursachen für die Veränderungen der Umwelt und den Klimawandel sowie die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen, und zwar mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen trotz des globalen Klimawandels dauerhaft zu sichern. Ihre Fachbereiche sind insbesondere Biotechnologien und Bioenergie sowie die Wirkung der Chemikalien auf die Gesundheit.

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